So sieht das Aufladen von Elektroautos im Alltag aus

Heute möchte ich meine Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit dem Aufladen meines Elektroautos schildern. Mein Ziel ist es ja, euch einen Einblick zu vermitteln, wie es sich mit einem Elektroauto lebt, damit ihr das beim Kauf dann nutzen könnt.

Wie funktioniert das mit dem Laden?

Kurz gesagt: Super einfach! Ich war ja skeptisch, wie das so ist mit dem Strom und dem Kabel und so weiter. Strom scheint ja für mich als Laien nicht ungefährlich und dann gibt es unterschiedliche Stromanschlüsse an den Autos, zu Hause und an den öffentlichen Ladestationen. Außerdem kann man das Kabel beim ladenen Auto ja nicht einfach abziehen, man liest davon, dass man autoseitig das Laden erst beeden muss um das Kabel zu entriegeln – aber wie?  Fragen über Fragen.

Gut, dass es seit einiger Zeit eine Standardisierung in Europa gibt, somit haben die meisten Autos zumindest autoseitig eine Typ 2-Steckdose, das macht es schon mal einfacher. Bei mir zu Hause habe ich eine Starkstrom-Steckdose mit 16 Ampere Leistung an der Wand – und das hat sich auch bewährt. Da gibt es auch entsprechende Ladekabel für, dazu habe ich mich schon mal hier ausgelassen. Also, wie läuft das nun ab, wenn ich zu Hause laden möchte? Ich parke das Auto wie gewohnt und öffne die Tankklappe. Dann schließe ich das Ladekabel an meine Wandsteckdose an, erst danach hänge ich es ans Auto.  Und das war es schon. Ach ja, Auto abschließen. Das dauert alles zusammen vielleicht eine halbe Minute, weil das Kabel etwas störrisch ist und ich bei mir nicht so einfach an die Steckdose komme – sonst ginge es noch schneller. Morgens schließe ich das Auto auf und ziehe ich das Kabel wieder am Auto, dann an der Wand ab, rolle es auf und lege es in den Kofferraum – fertig! Also pro Ladevorgang dauert der ganze Prozess vielleicht eine Minute. Das ist ja überhaupt nicht zu vergleichen mit den Aufwand bei einem Verbrenner, wenn man erst zu einer Tankstelle fahren muss. Alleine das Warten an der Kasse hat bei mir meist mehr Zeit gebraucht.

So, und wie war das mit dem verriegelten Kabel? Die Lösung ist echt simpel: Bei Aufschließen des Autos entriegelt der i3 das Kabel automatisch ‚kurzzeitig‘ und ich kann es einfach abziehen.

Wer einen festen Parkplatz hat und dort laden kann, der ist also König, muss sich keine Gedanken mehr machen und spart Zeit. Wer, das nicht hat… Naja, ich denke das macht es viel, viel schwieriger im täglichen Umgang mit dem Auto, denn dann muss man gezielt planen – und bezahlt häufig auch noch teurere Stromtarife.

Und wie lange lädt das Auto?

Tja, das kommt natürlich auf das Auto an, die Akkugröße und vor allem wie viel man verbraucht hat. Ich habe bisher meist geladen, wenn der Akku halbvoll war, aber vor allem um am nächsten Tag weitere Strecken mit genug Puffer fahren zu können. Und natürlich weil mir noch das Gefühl für die echte Reichweite fehlt. Mein i3 hat ca. 2 Stunden gebraucht, um von 50% auf 100% zu kommen.  Beim Gleichstromladen beim Discounter geht es natürlich noch schneller, aber zu Hause geht es mir nicht darum, noch schneller laden zu könnten. Beim Discounter (oder allen anderen Schnelladestationen) braucht man dann aber leider doch einen etwas erweiterten Anschluss am Auto – eine reine Typ 2-Steckdose reicht da nicht, sondern das Auto muss Schnellladen können.

Coole Apps

Übrigens habe ich festgestellt, dass wohl jeder Hersteller eine coole App hat, mit der man das Laden am Smartphone live verfolgen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man den Parkplatz nicht ewig nutzen kann oder es tatsächlich mal eilig hat und nur für eine bestimmt Entfernung tanken will. Oder wenn man sich einfach mal mit seinem Auto vom Sofa aus beschäftigen will 😉 Bei anderen Autos habe ich den Sinn dieser Apps nie verstanden – beim Elektroauto sind sie für mich ein klares Must have 🙂

 

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