Unterwegs mal laden – wie funktionieren Ladesäulen?

Wie funktioniert das Laden an öffentlichen Ladesäulen in der Praxis?

Ich fahre meinen i3 jetzt fast ein Jahr und wir haben uns gut aneinander gewöhnt. Strom gibt es für den i3 ca 1x pro Woche (je nach Fahrprofil) – und zwar meist zu Hause am Stellplatz. Ab und zu lade ich auch beim Aldi, wenn der Parkplatz dort frei ist oder auch mal bei der Arbeit. Soweit so gut, aber es wird Zeit Neues auszuprobieren und den Aktionsradius zu erweitern. Schließlich kann es ja mal sein, dass ich eine weitere Strecke zurücklegen will. Also, auf geht’s! „Unterwegs mal laden – wie funktionieren Ladesäulen?“ weiterlesen

Der Um-und-Unter-Null-Grad-Reichweiten-Test

Reichweite, das ewige Thema

Ich habe lange nicht mehr auf die ‚Reichweitenangabe‘ (sprich Akkulaufzeit) beim Kauf meines Handys geschaut. Andere Merkmale sind da entscheidender. Vielleicht sollte ich das bald mal wieder mehr tun, denn heute soll mich mein Handyakku vor dem Autoakku verlassen. Aber jetzt soll es hier im Artikel erst einmal um die Reichweite des i3 bei Kälte gehen.

Meine Mission…

… ist euch die Fragen zu beantworten, die mich bei der Vorbereitung des Autokaufs beschäftigt haben. Alles, was ihr wissen müsst. Endlich ist der erste echte Winter da, die Temperaturen fallen auf 0 Grad – und ich habe eine abwechslungsvolle Strecke vor mir, die euch hoffentlich einen Einblick in das Winterszenario gibt. Und das bei angenehmem Fahren ohne Verzicht:

  • 22 Grad Innenraumtemperatur
  • Sitzheizung
  • ECO PRO-Einstellung (also die mittlere Stufe beim i3)

Samstag morgen 10 Uhr

Mein i3 mit der 94Ah-Batterie ist startklar. Batterie ist voll, in der Tiefgarage eine Temperatur von +1 Grad. „Der Um-und-Unter-Null-Grad-Reichweiten-Test“ weiterlesen

Der Frust mit den Winterreifen für den BMW i3

Ich mag meinen i3, er ist mein Alltagsauto, um in der Stadt zügig voranzukommen. Es ist (weitestgehend) reine Lust und dank Ökostrom düse ich auch mit reinem Gewissen durch die Gegend. Und dennoch ist es auch Pflicht, denn das Auto bringt mich zuverlässig jeden Tag zur Arbeit und wieder nach Hause. Größere Touren schließt die Reichweite zwar aus, aber ab und zu muss er auch mal 150km am Stück düsen – alles kein Problem.

Doch nun naht der Winter. Da sehe ich dann mal, wie sich die Reichweite bei Kälte entwickelt. Aktuell stehen wir bei 7 Grad Außentemperatur und die Reichweite ist immer noch >200km. Das werde ich weiter beobachten und einen weiteren Beitrag dazu schreiben. Heute teile ich mit euch mein Leid in der Vorbereitung des Winters: Das Leben der Sommerreifen ist für diese Saison ausgehaucht, ich muss dringend die Gummis tauschen. Ist aber nicht so einfach…

„Der Frust mit den Winterreifen für den BMW i3“ weiterlesen

Das ewige Grinsen beim Beschleunigen

Ich will Spaß, ich geb Strom…

Autofahren ist für mich immer auch eine Frage von Spaß. Spaß macht mir vor allem die Beschleunigung, das Gefühl von Freiheit und unermesslicher Flexibilität. Meine Freunde waren daher überrascht, dass ich mich für ein Elektroauto entschieden habe (ist bestimmt lahm, die Reichweite reicht bestimmt nicht mal bis zur Arbeit). Lahm ist der i3 nun mal absolut nicht! Ich muss zugeben, dass mich die Beschleunigung bei der Probefahrt anfangs überrascht und auch begeistert hat. Der i3 ist geradezu brutal, wenn er einen bei der Beschleunigung in den Sitz presst. Ja, kein Scherz. „Das ewige Grinsen beim Beschleunigen“ weiterlesen

Die Reichweite – ein erster Härtetest

Der erste Härtetest für meinen i3

Bei der Entscheidung für den BMW i3 spielte für mich die Reichweite ja eine ganz entscheidende Bedeutung. Während die meisten Strecken eindeutig weit unter 100km Reichweite benötigen, gibt es im Jahresverlauf immer wieder Strecken, die diese Reichweite deutlich überschreiten.  Ich habe ausgerechnet, dass ich mindestens 150km fahren können muss – auch bei widrigen Wetterbedingungen.

Heute ist also Start für die erste Pflicht-Langstrecke: Mindestens 126km sind zu bewältigen – 63km je Richtung und zwar 70% Autobahn. Klingt machbar, ich fühle mich trotzdem wie ein Entdecker. Schließlich bin ich immer noch nicht sicher, wie viel Reichweite Autobahntempo frisst…

Start bei 225km – aber nicht lange

Ich habe mir einen sommerlichen Tag ausgesucht: 27 Grad Außentemperatur. Für den Fahrer eines E-Autos bedeutet das: Mehrverbrauch dank Klimaanlage 😐 Beim Starten des frisch aufgeladenen Wagens stehen 225km Reichweite auf der Anzeige – aber nicht lange. Nach wenigen Kilometern erreiche ich die Autobahn und die Kombination von 120 km/h mit Klimaanlage (eingestellt auf 22 Grad) zeigt plötzlich nur noch 176km an 😳

Schnell im Kopf rechnen: 176 minus ca 120km  – reicht wohl und ich kann sogar noch schneller fahren. Sobald das Tempolimit aufgehoben ist, geht es also voll aufs Gas. 154km/h ist Spitze, da ist der i3 abgeregelt. Ich merke, dass da noch mehr ginge, aber BMW denkt bei der Begrenzung wohl an die Reichweite. Eine Entscheidung, mit der ich persönlich hadere. Objektiv betrachtet reicht die Schnelligkeit – gerade für einen Kleinwagen. Ich bin meist noch schneller als die anderen Verkehrsteilnehmer, aber manchmal wird der Überholvorgang quälend lang. Rein subjektiv ist es mir echt zu langsam für die Autobahn…

Ankunft mit viel Puffer

63km später komme ich am Zielort an – mit 147km Restreichweite. Die hatte sich wieder erholt, als die letzten ca 10km über die Landstraße verliefen. Für den Rückweg bleibt mir als jede Menge Puffer. Ich entscheide mich daher für die Alternativroute: Mehr Autobahn, mehr Entfernung (+10km), aber normalerweise trotzdem schneller.  Mein Fahrstil bleibt unverändert. Meist knapp 130 km/h bzw wenn aufgehoben, dann 154 km/h. Klimaanlage läuft und ich bin mit allem Komfort unterwegs.

Ankunft zu Hause mit 50km Restreichweite – bei 25% Batteriefüllung. Ich will das für mich nochmal nachrechnen: Ich bin hin 63km gefahren, zurück 73km, macht zusammen 136km. Dafür habe ich drei Viertel meines Akkus verbraucht. Somit habe ich noch 45km bei gleicher Fahrweise. Das sollte wohl genug Puffer sein, wenn ich die Fahrt im Winter mit Heizung mache. Aber ob das so ist? Und wie es mit der noch weiteren Pflicht-Langstrecke? Ich werde hier berichten – bin aber zur Zeit sehr optimistisch, dass ich auch im Winter nicht frieren muss 😀

So sieht das Aufladen von Elektroautos im Alltag aus

Heute möchte ich meine Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit dem Aufladen meines Elektroautos schildern. Mein Ziel ist es ja, euch einen Einblick zu vermitteln, wie es sich mit einem Elektroauto lebt, damit ihr das beim Kauf dann nutzen könnt.

Wie funktioniert das mit dem Laden?

Kurz gesagt: Super einfach! Ich war ja skeptisch, wie das so ist mit dem Strom und dem Kabel und so weiter. Strom scheint ja für mich als Laien nicht ungefährlich und dann gibt es unterschiedliche Stromanschlüsse an den Autos, zu Hause und an den öffentlichen Ladestationen. Außerdem kann man das Kabel beim ladenen Auto ja nicht einfach abziehen, man liest davon, dass man autoseitig das Laden erst beeden muss um das Kabel zu entriegeln – aber wie?  Fragen über Fragen.

Gut, dass es seit einiger Zeit eine Standardisierung in Europa gibt, somit haben die meisten Autos zumindest autoseitig eine Typ 2-Steckdose, das macht es schon mal einfacher. Bei mir zu Hause habe ich eine Starkstrom-Steckdose mit 16 Ampere Leistung an der Wand – und das hat sich auch bewährt. Da gibt es auch entsprechende Ladekabel für, dazu habe ich mich schon mal hier ausgelassen. Also, wie läuft das nun ab, wenn ich zu Hause laden möchte? Ich parke das Auto wie gewohnt und öffne die Tankklappe. Dann schließe ich das Ladekabel an meine Wandsteckdose an, erst danach hänge ich es ans Auto.  Und das war es schon. Ach ja, Auto abschließen. Das dauert alles zusammen vielleicht eine halbe Minute, weil das Kabel etwas störrisch ist und ich bei mir nicht so einfach an die Steckdose komme – sonst ginge es noch schneller. Morgens schließe ich das Auto auf und ziehe ich das Kabel wieder am Auto, dann an der Wand ab, rolle es auf und lege es in den Kofferraum – fertig! Also pro Ladevorgang dauert der ganze Prozess vielleicht eine Minute. Das ist ja überhaupt nicht zu vergleichen mit den Aufwand bei einem Verbrenner, wenn man erst zu einer Tankstelle fahren muss. Alleine das Warten an der Kasse hat bei mir meist mehr Zeit gebraucht.

So, und wie war das mit dem verriegelten Kabel? Die Lösung ist echt simpel: Bei Aufschließen des Autos entriegelt der i3 das Kabel automatisch ‚kurzzeitig‘ und ich kann es einfach abziehen.

Wer einen festen Parkplatz hat und dort laden kann, der ist also König, muss sich keine Gedanken mehr machen und spart Zeit. Wer, das nicht hat… Naja, ich denke das macht es viel, viel schwieriger im täglichen Umgang mit dem Auto, denn dann muss man gezielt planen – und bezahlt häufig auch noch teurere Stromtarife.

Und wie lange lädt das Auto?

Tja, das kommt natürlich auf das Auto an, die Akkugröße und vor allem wie viel man verbraucht hat. Ich habe bisher meist geladen, wenn der Akku halbvoll war, aber vor allem um am nächsten Tag weitere Strecken mit genug Puffer fahren zu können. Und natürlich weil mir noch das Gefühl für die echte Reichweite fehlt. Mein i3 hat ca. 2 Stunden gebraucht, um von 50% auf 100% zu kommen.  Beim Gleichstromladen beim Discounter geht es natürlich noch schneller, aber zu Hause geht es mir nicht darum, noch schneller laden zu könnten. Beim Discounter (oder allen anderen Schnelladestationen) braucht man dann aber leider doch einen etwas erweiterten Anschluss am Auto – eine reine Typ 2-Steckdose reicht da nicht, sondern das Auto muss Schnellladen können.

Coole Apps

Übrigens habe ich festgestellt, dass wohl jeder Hersteller eine coole App hat, mit der man das Laden am Smartphone live verfolgen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man den Parkplatz nicht ewig nutzen kann oder es tatsächlich mal eilig hat und nur für eine bestimmt Entfernung tanken will. Oder wenn man sich einfach mal mit seinem Auto vom Sofa aus beschäftigen will 😉 Bei anderen Autos habe ich den Sinn dieser Apps nie verstanden – beim Elektroauto sind sie für mich ein klares Must have 🙂

 

BMW i3 – die Erfahrungen der ersten Tage

Daumen hoch 👍

Tag 2 und trotz Regen wurder der Tag ein Highlight: Daumen hoch von Mitmenschen, verbunden mit einem breiten Grinsen. Also ja, so ein BMW i3 fällt auf, polarisiert und weckt positive Zustimmung.

Heute hat das Auto die Gesamtlaufleistung von 100km erreicht *zwinker* Das ist ja nix, aber entspricht in etwas meinem 2-Tages-Schnitt und genau dafür wurde der Wagen ja gekauft. Heute Abend hatte ich zwar noch 130km Rest auf der ‚Uhr‘, aber es wurde Zeit für das erste Laden. Langsam sollte ich mich daran gewöhnen – und es ist ja auch super einfach.

Wie waren nun meine Erfahrungen nach den ersten (zwei) Tagen Fahren? Ich bin weiterhin angetan und habe ein Lachen im Gesicht. Das liegt nicht unbedingt am Fahrwerk, das etwas weniger holprig sein könnte, aber es ist einfach cool mit einem E-Auto zu fahren. Fahrbereitschaft einschalten und völlig geräuschlos geht es los. Da drehen sich dann schon manche Köpfe um. Und Spaß macht das Fahren auch richtig! Insbesondere bei Zwischensprints, wenn der Magen dank der phänomenalen Beschleunigung gefühlt auf der Rücksitzbank hängt. Ich muss noch lernen, das Gaspedal – pardon Fahrpedal –  sanfter zu bedienen. Das ist für meinen Magen gut, für mein Punktekonto und auch für die Reifen.

Apropos Reifen. Wie gesagt, heute war Regen. Der i3 hat Heckantrieb und bekanntermaßen sehr dünne Reifen. Wenn da in einer engen Kurve Last auf Räder kommt, dann geht es schnell und ungewollt seitlich. Das ESP fängt den Wagen wieder schnell und souverän ein, aber ich bin überrascht, wie schnell der Punkt des Ausbrechens erreicht ist. Wir lernen: Langsamer um die Ecke sausen 😉

Noch ein Wort zum geräuschlosen Fahren. Ich habe mich entschieden einen Geräuschsimulator mitzubestellen und bin dafür dankbar. Der Fußgänger hört den Wagen ohne künstliches Geräusch gar nicht kommen und springt im Zweifel unvermittelt auf die Straße – ohne zu gucken. Den Ärger habe dann ich am Hals… Also lieber einen Geräuschgenerator an Bord haben, der macht das Fahren somit noch entspannter.

 

Lest hier, wie viel Spaß die Beschleunigung auch nach 3 Monaten noch macht