Der Frust mit den Winterreifen für den BMW i3

Ich mag meinen i3, er ist mein Alltagsauto, um in der Stadt zügig voranzukommen. Es ist (weitestgehend) reine Lust und dank Ökostrom düse ich auch mit reinem Gewissen durch die Gegend. Und dennoch ist es auch Pflicht, denn das Auto bringt mich zuverlässig jeden Tag zur Arbeit und wieder nach Hause. Größere Touren schließt die Reichweite zwar aus, aber ab und zu muss er auch mal 150km am Stück düsen – alles kein Problem.

Doch nun naht der Winter. Da sehe ich dann mal, wie sich die Reichweite bei Kälte entwickelt. Aktuell stehen wir bei 7 Grad Außentemperatur und die Reichweite ist immer noch >200km. Das werde ich weiter beobachten und einen weiteren Beitrag dazu schreiben. Heute teile ich mit euch mein Leid in der Vorbereitung des Winters: Das Leben der Sommerreifen ist für diese Saison ausgehaucht, ich muss dringend die Gummis tauschen. Ist aber nicht so einfach…

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Das ewige Grinsen beim Beschleunigen

Ich will Spaß, ich geb Strom…

Autofahren ist für mich immer auch eine Frage von Spaß. Spaß macht mir vor allem die Beschleunigung, das Gefühl von Freiheit und unermesslicher Flexibilität. Meine Freunde waren daher überrascht, dass ich mich für ein Elektroauto entschieden habe (ist bestimmt lahm, die Reichweite reicht bestimmt nicht mal bis zur Arbeit). Lahm ist der i3 nun mal absolut nicht! Ich muss zugeben, dass mich die Beschleunigung bei der Probefahrt anfangs überrascht und auch begeistert hat. Der i3 ist geradezu brutal, wenn er einen bei der Beschleunigung in den Sitz presst. Ja, kein Scherz. „Das ewige Grinsen beim Beschleunigen“ weiterlesen

Die Reichweite – ein erster Härtetest

Der erste Härtetest für meinen i3

Bei der Entscheidung für den BMW i3 spielte für mich die Reichweite ja eine ganz entscheidende Bedeutung. Während die meisten Strecken eindeutig weit unter 100km Reichweite benötigen, gibt es im Jahresverlauf immer wieder Strecken, die diese Reichweite deutlich überschreiten.  Ich habe ausgerechnet, dass ich mindestens 150km fahren können muss – auch bei widrigen Wetterbedingungen.

Heute ist also Start für die erste Pflicht-Langstrecke: Mindestens 126km sind zu bewältigen – 63km je Richtung und zwar 70% Autobahn. Klingt machbar, ich fühle mich trotzdem wie ein Entdecker. Schließlich bin ich immer noch nicht sicher, wie viel Reichweite Autobahntempo frisst…

Start bei 225km – aber nicht lange

Ich habe mir einen sommerlichen Tag ausgesucht: 27 Grad Außentemperatur. Für den Fahrer eines E-Autos bedeutet das: Mehrverbrauch dank Klimaanlage 😐 Beim Starten des frisch aufgeladenen Wagens stehen 225km Reichweite auf der Anzeige – aber nicht lange. Nach wenigen Kilometern erreiche ich die Autobahn und die Kombination von 120 km/h mit Klimaanlage (eingestellt auf 22 Grad) zeigt plötzlich nur noch 176km an 😳

Schnell im Kopf rechnen: 176 minus ca 120km  – reicht wohl und ich kann sogar noch schneller fahren. Sobald das Tempolimit aufgehoben ist, geht es also voll aufs Gas. 154km/h ist Spitze, da ist der i3 abgeregelt. Ich merke, dass da noch mehr ginge, aber BMW denkt bei der Begrenzung wohl an die Reichweite. Eine Entscheidung, mit der ich persönlich hadere. Objektiv betrachtet reicht die Schnelligkeit – gerade für einen Kleinwagen. Ich bin meist noch schneller als die anderen Verkehrsteilnehmer, aber manchmal wird der Überholvorgang quälend lang. Rein subjektiv ist es mir echt zu langsam für die Autobahn…

Ankunft mit viel Puffer

63km später komme ich am Zielort an – mit 147km Restreichweite. Die hatte sich wieder erholt, als die letzten ca 10km über die Landstraße verliefen. Für den Rückweg bleibt mir als jede Menge Puffer. Ich entscheide mich daher für die Alternativroute: Mehr Autobahn, mehr Entfernung (+10km), aber normalerweise trotzdem schneller.  Mein Fahrstil bleibt unverändert. Meist knapp 130 km/h bzw wenn aufgehoben, dann 154 km/h. Klimaanlage läuft und ich bin mit allem Komfort unterwegs.

Ankunft zu Hause mit 50km Restreichweite – bei 25% Batteriefüllung. Ich will das für mich nochmal nachrechnen: Ich bin hin 63km gefahren, zurück 73km, macht zusammen 136km. Dafür habe ich drei Viertel meines Akkus verbraucht. Somit habe ich noch 45km bei gleicher Fahrweise. Das sollte wohl genug Puffer sein, wenn ich die Fahrt im Winter mit Heizung mache. Aber ob das so ist? Und wie es mit der noch weiteren Pflicht-Langstrecke? Ich werde hier berichten – bin aber zur Zeit sehr optimistisch, dass ich auch im Winter nicht frieren muss 😀

So sieht das Aufladen von Elektroautos im Alltag aus

Heute möchte ich meine Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit dem Aufladen meines Elektroautos schildern. Mein Ziel ist es ja, euch einen Einblick zu vermitteln, wie es sich mit einem Elektroauto lebt, damit ihr das beim Kauf dann nutzen könnt.

Wie funktioniert das mit dem Laden?

Kurz gesagt: Super einfach! Ich war ja skeptisch, wie das so ist mit dem Strom und dem Kabel und so weiter. Strom scheint ja für mich als Laien nicht ungefährlich und dann gibt es unterschiedliche Stromanschlüsse an den Autos, zu Hause und an den öffentlichen Ladestationen. Außerdem kann man das Kabel beim ladenen Auto ja nicht einfach abziehen, man liest davon, dass man autoseitig das Laden erst beeden muss um das Kabel zu entriegeln – aber wie?  Fragen über Fragen.

Gut, dass es seit einiger Zeit eine Standardisierung in Europa gibt, somit haben die meisten Autos zumindest autoseitig eine Typ 2-Steckdose, das macht es schon mal einfacher. Bei mir zu Hause habe ich eine Starkstrom-Steckdose mit 16 Ampere Leistung an der Wand – und das hat sich auch bewährt. Da gibt es auch entsprechende Ladekabel für, dazu habe ich mich schon mal hier ausgelassen. Also, wie läuft das nun ab, wenn ich zu Hause laden möchte? Ich parke das Auto wie gewohnt und öffne die Tankklappe. Dann schließe ich das Ladekabel an meine Wandsteckdose an, erst danach hänge ich es ans Auto.  Und das war es schon. Ach ja, Auto abschließen. Das dauert alles zusammen vielleicht eine halbe Minute, weil das Kabel etwas störrisch ist und ich bei mir nicht so einfach an die Steckdose komme – sonst ginge es noch schneller. Morgens schließe ich das Auto auf und ziehe ich das Kabel wieder am Auto, dann an der Wand ab, rolle es auf und lege es in den Kofferraum – fertig! Also pro Ladevorgang dauert der ganze Prozess vielleicht eine Minute. Das ist ja überhaupt nicht zu vergleichen mit den Aufwand bei einem Verbrenner, wenn man erst zu einer Tankstelle fahren muss. Alleine das Warten an der Kasse hat bei mir meist mehr Zeit gebraucht.

So, und wie war das mit dem verriegelten Kabel? Die Lösung ist echt simpel: Bei Aufschließen des Autos entriegelt der i3 das Kabel automatisch ‚kurzzeitig‘ und ich kann es einfach abziehen.

Wer einen festen Parkplatz hat und dort laden kann, der ist also König, muss sich keine Gedanken mehr machen und spart Zeit. Wer, das nicht hat… Naja, ich denke das macht es viel, viel schwieriger im täglichen Umgang mit dem Auto, denn dann muss man gezielt planen – und bezahlt häufig auch noch teurere Stromtarife.

Und wie lange lädt das Auto?

Tja, das kommt natürlich auf das Auto an, die Akkugröße und vor allem wie viel man verbraucht hat. Ich habe bisher meist geladen, wenn der Akku halbvoll war, aber vor allem um am nächsten Tag weitere Strecken mit genug Puffer fahren zu können. Und natürlich weil mir noch das Gefühl für die echte Reichweite fehlt. Mein i3 hat ca. 2 Stunden gebraucht, um von 50% auf 100% zu kommen.  Beim Gleichstromladen beim Discounter geht es natürlich noch schneller, aber zu Hause geht es mir nicht darum, noch schneller laden zu könnten. Beim Discounter (oder allen anderen Schnelladestationen) braucht man dann aber leider doch einen etwas erweiterten Anschluss am Auto – eine reine Typ 2-Steckdose reicht da nicht, sondern das Auto muss Schnellladen können.

Coole Apps

Übrigens habe ich festgestellt, dass wohl jeder Hersteller eine coole App hat, mit der man das Laden am Smartphone live verfolgen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man den Parkplatz nicht ewig nutzen kann oder es tatsächlich mal eilig hat und nur für eine bestimmt Entfernung tanken will. Oder wenn man sich einfach mal mit seinem Auto vom Sofa aus beschäftigen will 😉 Bei anderen Autos habe ich den Sinn dieser Apps nie verstanden – beim Elektroauto sind sie für mich ein klares Must have 🙂

 

BMW i3 – die Erfahrungen der ersten Tage

Daumen hoch 👍

Tag 2 und trotz Regen wurder der Tag ein Highlight: Daumen hoch von Mitmenschen, verbunden mit einem breiten Grinsen. Also ja, so ein BMW i3 fällt auf, polarisiert und weckt positive Zustimmung.

Heute hat das Auto die Gesamtlaufleistung von 100km erreicht *zwinker* Das ist ja nix, aber entspricht in etwas meinem 2-Tages-Schnitt und genau dafür wurde der Wagen ja gekauft. Heute Abend hatte ich zwar noch 130km Rest auf der ‚Uhr‘, aber es wurde Zeit für das erste Laden. Langsam sollte ich mich daran gewöhnen – und es ist ja auch super einfach.

Wie waren nun meine Erfahrungen nach den ersten (zwei) Tagen Fahren? Ich bin weiterhin angetan und habe ein Lachen im Gesicht. Das liegt nicht unbedingt am Fahrwerk, das etwas weniger holprig sein könnte, aber es ist einfach cool mit einem E-Auto zu fahren. Fahrbereitschaft einschalten und völlig geräuschlos geht es los. Da drehen sich dann schon manche Köpfe um. Und Spaß macht das Fahren auch richtig! Insbesondere bei Zwischensprints, wenn der Magen dank der phänomenalen Beschleunigung gefühlt auf der Rücksitzbank hängt. Ich muss noch lernen, das Gaspedal – pardon Fahrpedal –  sanfter zu bedienen. Das ist für meinen Magen gut, für mein Punktekonto und auch für die Reifen.

Apropos Reifen. Wie gesagt, heute war Regen. Der i3 hat Heckantrieb und bekanntermaßen sehr dünne Reifen. Wenn da in einer engen Kurve Last auf Räder kommt, dann geht es schnell und ungewollt seitlich. Das ESP fängt den Wagen wieder schnell und souverän ein, aber ich bin überrascht, wie schnell der Punkt des Ausbrechens erreicht ist. Wir lernen: Langsamer um die Ecke sausen 😉

Noch ein Wort zum geräuschlosen Fahren. Ich habe mich entschieden einen Geräuschsimulator mitzubestellen und bin dafür dankbar. Der Fußgänger hört den Wagen ohne künstliches Geräusch gar nicht kommen und springt im Zweifel unvermittelt auf die Straße – ohne zu gucken. Den Ärger habe dann ich am Hals… Also lieber einen Geräuschgenerator an Bord haben, der macht das Fahren somit noch entspannter.

 

Lest hier, wie viel Spaß die Beschleunigung auch nach 3 Monaten noch macht

BMW i3 – es geht los

Heute war der Tag der Abholung

Voller Vorfreude habe ich die Abholung meines BMW i3 heute erwartet. Bei BMW war alles bestens organisiert, das hat wirklich gut geklappt. Und dann stand ich meiner neuen Pionierarbeit gegenüber:

BMW i3 94Ah Black mit i8 Bild
BMW i3 94Ah Black bei der Abholung bei BMW, an der Wand ein Bild des BMW i8

Zu den Daten: 94 Ah, fluid black, Ausstattung u.a. LED-Scheinwerfer, innen Lodge-Paket uvm. Ich widme demnächst mal einen Beitrag der Ausstattung, für heute will ich nur noch ergänzen, dass gleich die zweite Fahrt zum öffentlichen Tanken beim Discounter führte. Das wollte ich gleich mal testen – und es hat perfekt funktioniert. Hinfahren, Parkplatz frei und nach dem Einkaufen dann wieder 100% vollgeladen. Das ist mal einfach. Ich glaube ich mag mein eMobil!

Aufladen beim Einkaufen
Erste Betankung des i3 beim Discounter

Nie wieder tanken

Nie wieder tanken (zumindest nicht klassisch)

Heute habe ich das letze Mal meinen Verbrenner betankt, morgen wird er getauscht gegen mein Elektroauto, einen BMW i3. Heute durfte ich das noch einmal voll auskosten: Suche der billigsten Tankstelle, anstellen an die Schlange an der Zapfsäule, dann die Arbeit mit dem Tankrüssel, an der Kasse warten und schließlich vollgetankt weiterfahren. Und dabei liegt die Tankstelle gar nicht direkt auf meinem Weg, ich muss also einen Umweg fahren.

Ab morgen nicht mehr. Vielleicht verkläre ich den Blick auch etwas, aber ich finde das schon praktisch alle paar Tage nur mal das Stromkabel anlegen zu müssen und sonst keinen Aufwand mit dem Tanken zu haben. Ja, auch da kann man dreckige Hände bekommen (wie an der Tankstelle). Aber ich bin eben zu Hause, muss keinen Umweg fahren und muss mich auch nicht anstellen. Und billiger ist es auch noch 🙂

Die einzige Tankstelle, die ich nun mit dem Auto ggf. noch sehen werde ist die Schnellladestation, wenn es dann doch mal weiter weg gehen sollte. Ist aber eher unwahrscheinlich, also hake ich die Tankstellenperiode meines Lebens (erstmal) ab.

Umweltbonus für Elektroautos

Der Staat gibt uns Geld

Der Staat fördert den Kauf von Elektroautos mit einem Umweltbonus. Das ist jetzt nicht massiv viel, hilft aber etwas den Mehrpreis für Elektroautos erträglicher zu gestalten. Gefördert werden:

  • Reine Elektroautos -> 2.000 EUR
  • Plug-in Hybride -> 1.500 EUR
  • Autos mit Brennstoffzelle -> 2.000 EUR

Das gilt aber nur für Neufahrzeuge und auch nur, wenn der Hersteller mindestens in gleicher Höhe einen Rabatt gewährt, das sind dann zusammen also schon 4.000 EUR (bzw. 3.000 EUR bei Hybriden), die man beim Kauf spart. Aber natürlich will der Hersteller weiter Geld verdienen, so kann man davon ausgehen, dass es keine weiteren Rabatte geben wird, die kommen jetzt eben über den Herstellerzuschuss zum Umweltbonus. Und es gibt noch eine interessante Beschränkung beim Kaufpreis: Das Auto darf im Grundmodell (also der günstigen Variante der Baureihe) maximal 60.000 EUR (netto!) kosten, was natürlich die meisten Autos locker einhalten, es gibt sogar ein ‚günstiges‘ Model S, das diese Hürde nimmt.

Aber am 30. Juni 2019 ist Schluss. Das ist er Stichtag für die letze Einreichung eines Antrages. Sollte das Fördervolumnen schon vorher ausgeschöpft sein, dann kann aber schon vorher Schluss sein. Die Bundesregierung will 300.000 Autos fördern, bisher läuft das eher schleppend, sodass ich persönlich denke, dass der Topf wohl nicht vorzeitig leer sein wird.

Aktuelle Informationen findet ihr am besten direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

 

Wollt ihr den Umweltbonus beantragen? Dann lest unbedingt meine 10 Tipps, um hier erfolgreich zu sein!