Karosserie/ Komfort

Ganz klar, hier steht ein Stadtauto. Eines für das tägliche Pendeln, den kleinen Einkauf zwischendurch – und im Notfall auch mal für die Autobahn. Aber sicher nix für die Rennstrecke. Man sieht schon von außen, dass der optische Kasten nicht auf Windschlüpfrigkeit optimiert wurde. Aber, das Auto ist meiner Meinung nach trotzdem oder gerade deswegen weitgehend gut durchdacht.

Außen ein kompaktes Auto aus edlem Material

Für den Einsatz in der Stadt sind die Außenmaße wie gemacht. Die Frankfurter Parklücken sind häufig klein – da passt der i3 mit seinen 4,0m Länge gerade noch rein. Da hilft es auch, dass der Wagen einen kleinen Wendekreis hat, dazu aber dann später in einem anderen Kapitel mehr.

Die Türen sind etwas eigenwillig angeordnet. Vorne hat man relativ große Türen, hinten kleine Halbtüren, die nach hinten öffnen. Das geht aber nur, wenn die vordere Tür auch geöffnet ist.  Dafür hat sich BMW eine komplizierte Lösung ausgedacht. Die B-Säule (das ist üblicherweise die Säule zwischen Vorder- und Hintertür) ist hier mit der Hintertür verbunden – und öffnet mit. Das heißt, dass auch die vorderen Gurte mit nach hinten schwingen. Also immer schön abschnallen, bevor hinten jemand ein- oder aussteigt. Tja, und so eine Konstruktion braucht dann solide Aufnahmepunkte in der Karosserie. Das führt dazu, dass am Dach ein klobiger Knubbel wohnt. Und der verteilt gerne Kopfnüsse, wenn jemand hinten ein- oder aussteigt. Also immer Obacht.

Übrigens sind die Türen für kleine Parklücken wenig geeignet.  Wenn ich wenig Platz zur Seite habe und etwas von hinten holen muss, dann stehe ich im Dreieck der Türen und des i3, muss mich auf der Stelle drehen und beim Schließen der hinteren Tür aufpassen, mir nicht die Hose einzusauen – oder mir die Tür gleich gegen das Bein zu schlagen.

Das Auto besteht ja aus Carbon – also ein Kunststoff. Manchmal ist das etwas ungewohnt, wenn man Stahl- oder Alutüren gewohnt ist, aber es ist ja auch ein festes Material – gerne genutzt im Motorsport, wo es auf die Kombination von Materialsteifigkkeit und -leichtigkeit geht. Also, für den i3 hat BMW ein sehr exklusives Material für die Karosserie gewählt. An 2 Stellen sieht man das Carbon auch gut: Jedes Mal beim Ein- und Aussteigen bei den Türausschnitten. Und das Dach erlaubt auch einen Blick auf die Carbonstruktur, da es nicht in Wagenfarbe lackiert ist. Dass Carbon leicht ist, merkt man beim Antritt aus dem Stand, dazu später mehr.

Die Farbgestaltung

Die Lackierungen des BMW i3 sind grundsätzlich nach dem gleich Muster gestrickt:

  • Immer eine schwarze Motorhaube,
  • Immer eine schwarze Heckklappe
  • Immer ein graues Carbondach
  • Immer ein im wesentlichen schwarzer hinterer Stoßfänger
  • Ausschließlich die Seitenteile und Teile der Stoßfänger sind in Wagenfarbe lackiert
  • Ergänzt wird das ganze noch um Akzentleisten in blau oder grau

Die Geschmäcker sind ja verschieden, für mich wirkt das ganze häufig sehr bunt. Wenn Weiß mit Schwarz und Blau kombiniert wird, dann ist mir das einfach zu viel. Daher habe ich mich für eine schwarze Lackierung entschieden, da habe ich nur die blauen Akzente – und das graue Dach, welches aber kaum jemand wahrnimmt.

Felgen

Die Serienfelge des BMW i3 94 Ah ist optisch eine Katastrophe.  Hier ist jedem Kunden geraten, sich genau mit der Auswahl auseinanderzusetzen – das lohnt sich auf jeden Fall optisch. Die Felgen sind im Vergleich zu ’normalen‘ Autos wesentlich größer und die Reifen dazu noch wesentlich schmaler. Das sieht ein wenig ulkig aus, man muss sich dran gewöhnen.

Federung

Beim Fahrkomfort führt das für mich zu ein paar Einbußen, der Wagen poltert eher mal um die Ecken und stuckert bei Bodenwellen schnell. Auch hier gilt, dass das Auto als Stadtauto konzipiert ist, eine Langstreckensänfte ist das Auto auf keinen Fall. Aber für die Stadt völlig ausreichend und sicher kein Grund zur Beanstandung.

2 Antworten auf „Karosserie/ Komfort“

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