Die Reichweite – ein erster Härtetest

Der erste Härtetest für meinen i3

Bei der Entscheidung für den BMW i3 spielte für mich die Reichweite ja eine ganz entscheidende Bedeutung. Während die meisten Strecken eindeutig weit unter 100km Reichweite benötigen, gibt es im Jahresverlauf immer wieder Strecken, die diese Reichweite deutlich überschreiten.  Ich habe ausgerechnet, dass ich mindestens 150km fahren können muss – auch bei widrigen Wetterbedingungen.

Heute ist also Start für die erste Pflicht-Langstrecke: Mindestens 126km sind zu bewältigen – 63km je Richtung und zwar 70% Autobahn. Klingt machbar, ich fühle mich trotzdem wie ein Entdecker. Schließlich bin ich immer noch nicht sicher, wie viel Reichweite Autobahntempo frisst…

Start bei 225km – aber nicht lange

Ich habe mir einen sommerlichen Tag ausgesucht: 27 Grad Außentemperatur. Für den Fahrer eines E-Autos bedeutet das: Mehrverbrauch dank Klimaanlage 😐 Beim Starten des frisch aufgeladenen Wagens stehen 225km Reichweite auf der Anzeige – aber nicht lange. Nach wenigen Kilometern erreiche ich die Autobahn und die Kombination von 120 km/h mit Klimaanlage (eingestellt auf 22 Grad) zeigt plötzlich nur noch 176km an 😳

Schnell im Kopf rechnen: 176 minus ca 120km  – reicht wohl und ich kann sogar noch schneller fahren. Sobald das Tempolimit aufgehoben ist, geht es also voll aufs Gas. 154km/h ist Spitze, da ist der i3 abgeregelt. Ich merke, dass da noch mehr ginge, aber BMW denkt bei der Begrenzung wohl an die Reichweite. Eine Entscheidung, mit der ich persönlich hadere. Objektiv betrachtet reicht die Schnelligkeit – gerade für einen Kleinwagen. Ich bin meist noch schneller als die anderen Verkehrsteilnehmer, aber manchmal wird der Überholvorgang quälend lang. Rein subjektiv ist es mir echt zu langsam für die Autobahn…

Ankunft mit viel Puffer

63km später komme ich am Zielort an – mit 147km Restreichweite. Die hatte sich wieder erholt, als die letzten ca 10km über die Landstraße verliefen. Für den Rückweg bleibt mir als jede Menge Puffer. Ich entscheide mich daher für die Alternativroute: Mehr Autobahn, mehr Entfernung (+10km), aber normalerweise trotzdem schneller.  Mein Fahrstil bleibt unverändert. Meist knapp 130 km/h bzw wenn aufgehoben, dann 154 km/h. Klimaanlage läuft und ich bin mit allem Komfort unterwegs.

Ankunft zu Hause mit 50km Restreichweite – bei 25% Batteriefüllung. Ich will das für mich nochmal nachrechnen: Ich bin hin 63km gefahren, zurück 73km, macht zusammen 136km. Dafür habe ich drei Viertel meines Akkus verbraucht. Somit habe ich noch 45km bei gleicher Fahrweise. Das sollte wohl genug Puffer sein, wenn ich die Fahrt im Winter mit Heizung mache. Aber ob das so ist? Und wie es mit der noch weiteren Pflicht-Langstrecke? Ich werde hier berichten – bin aber zur Zeit sehr optimistisch, dass ich auch im Winter nicht frieren muss 😀

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